Tagesetappen - Klaus-Hausmann

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DatumEtappekmhmØ °C
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NORWEGEN




31.05.Ankunft in Alta
freies zelten
--
Es ist noch hell als ich gegen Mitternacht am Flughafen starte. Mein Ziel, der Campingplatz in Alta, sieht verlassen aus. Ich fahre weiter aus der Stadt und zelte an einem Waldrand direkt am Strand.
Foto
01.06.
freies zelten52 7247.9Es ist zunächst noch flach die ersten km von Alta weg, die Straße steigt dann aber auf 250m und später auf 400m an. Die Straße ist stark befahren, besonders viel LKW Verkehr. Am Nachmittag dreht der Wind und wird zum starken Gegenwind. Ich zelte an einem Fluß unweit der Straße. Toralf, ein Radler aus Leipzig, gesellt sich zu mir.MAP
02.06.Hammerfest
Camping
76.558310.5Wegen einer mehrere km langen Baustelle übersehe ich den Campingplatz und fahre durch bis Hammerfest. In Hammerfest gibt es einen Camping. Bevor man die Stadt erreicht ist es allerdings sehr hügelig. Es geht immer wieder auf und ab.MAP
03.06.Repparfjord
Hütte
52.55364.3Auf dem gleichen Weg geht es zurück. Diesmal passe ich auf und finde den Camping Repparjford. Es regnet schon den ganzen Tag. Gegenwind und nur 5°C ... in buche eine Hütte, genieße den Komfort und kann meine Kleidung trocknen. Skaidi ist nur wenige km entfernt. Dort gibt es u.a. ein Restaurant um sich aufzuwärmen und einen kleinen Supermarkt.
04.06Olderfjord
Zimmer
28.52994.2Von Skaidi nach Olderfjord muss man über einen Fjell. Es sind zwar nur 250hm, aber der Temperaturunterschied kann 10°C betragen. Ich hatte an diesem Tag Schneeregen auf dem Fjell. Etwas außerhalb von Olderfjord gibt es einen großen Campingplatz mit Hotel, einen Shop und ein Cafè. Ich buche hier ein Zimmer. Es regnet und es ist wieder nur 5°C. Außer mir sind hier noch drei Solo-Radler mit Ziel Nordkap.
05.06.
freies zelten
614183.8Regen, Schnee und Sonne wechseln sich heute ab.  In Repvag soll ein Campingplatz sein. Ein Schild an der Straße zeigt aber nur Zimmer oder Hütte. Es ist erst 13 Uhr als ich dort vorbei komme, ich fahre weiter bis kurz vor Kàfjord und zelte auf eine Wiese am Strand. Nicht weit vom Zelt ziehen am nächsten Morgen Rentiere vorbei. Einkaufsmöglichkeit habe ich bis Honningsvag nicht mehr gesehen.
06.06.Honningsvag
Hütte
344265.4
Heute muss ich durch den gefürchteten Tunnel. Fast 7km lang und 200m unter dem Meeresspiegel. Die Steigung beträgt jeweils 9%. Abwärts geht es ziemlich flott, dann ein kurzes Stück eben. Hier dröhnen die Lüftungsmotoren ohrenbetäubend. 3 von 7 km sind geschafft. Die Straße wird dann wieder steiler, bald lassen meine Kräfte nach. Die letzten 2km muss ich schieben, immer wieder stehen bleiben und verschnaufen. Als ich den Ausgang erreiche bin ich doch etwas erleichtert. Hier kommt jetzt ein Rastplatz mit einem windgeschützten Unterstand, ich frühstücke erst mal. Auf dem Weg nach Honningsvag gibt es nochmal 3 Tunnel. Einer davon ist 4,5km lang aber ohne größere Steigung.
In Honningsvag kaufe ich ein und fahre dann noch 5km bis zum Nordkap-Camping. Ich miete eine Hüte und bleibe 2 Nächte.
07.06.Nordkap5312304.0heute geht es zum Nordkap. Ich nehme nur die Fotoausrüstung, warme Kleidung zum Wechseln und Regenmontur mit. - Wie leicht sich das Rad fahren läßt - Es regnet mal wieder bei 5°C. Das Höhenprofil läßt mich trotzdem ins Schwitzen kommen. Ich brauche 3h für 27km und fast 800hm. Für Radfahrer ist der Eintritt zum Nordkapgelände inkl. Restaurantzugang kostenlos. Kostet sonst 250NOK. Ich wärme mich richtig auf, mache viele Fotos und fahren dann den gleichen Weg zurück zu meiner Hütte.
08.06.
Kjöllefjord
Camping


Damit ich nicht um den Porsangerfjorden herum fahren zu muss, nehme ich die Hurtigruten-Fähre nach Kjöllefjord. Die 2-Stündige Überfahrt kostet inkl. Fahrrad 400NOK. In Kjöllefjord gibt es einen Supermarkt und etwas außerhalb ein "Campingplatz". Eigendlich nur 2 Hütten und ein riesiges Gelände zwischen 2 kleinen Seen. Zelten ist etwas schwierig, da das Gelände ziemlich uneben und mit Gestrüpp bewachsen ist. In einer der Hütten gibt es Gemeinschaftsküche, Toilette und Dusche.
09.06.freies zelten344963.2Von Kjöllefjord führt der Weg über ein Fjell. Es war schon an der Küste recht kalt. Oben auf dem Fjell weht ein eisiger Wind, dem hier oben nichts entgegensteht. Es geht dann 20km relativ flach durch eine Gerölllandschaft, die durchaus ihren Reiz hat.  An einem Fjord schlängelt sich die Straße wieder steil bergab bis auf Meereshöhe um anschießend auf der anderen Seite wieder auf 350m anzusteigen. Ich bin inzwischen steif gefroren bleibe im Tal und stelle mein Zelt neben ein verlassenes Haus in den Windschatten. Schnell in trockene Kleidung schlüpfen und eine Kanne heißen Tee kochen. Es ist zwar erst 15 Uhr, aber heute fahre ich keinen Meter mehr.
10.06.Ifjord
Hütte
729497.2Auf dem nächsten Fjell gibt es einen Rastplatz mit Windschutz. Ich koche mir einen Kaffee. Nach 20km geht es wieder runter auf Meereshöhe und dann wellig bis nach Ifjord. 17km vor Iford kommt man durch Lebesby. Hier gibt es einen Supermarkt mit Cafè der aber nur bis 16 Uhr geöffnet hat. Man sollte sich hier mit Lebensmittel eindecken, da die nächsten 100km bis Tana Bru keine Einkaufsmöglichkeit mehr besteht. Ich wusste das vorher nicht, hatte aber noch genügen Vorrat bis TanaBru. Dumm war nur, dass ich an einem Sonntag in TanaBru ankam und da waren alle Läden geschlossen.
11.06.Torhop
freies zelten
4885810.2Das schlechte Wetter hatte ich hinter mir. Es war zwar kalt aber sonnig. 90km wollte ich trotzdem heute nicht abspulen und habe deshalb unterwegs campiert. Wasser habe ich aus einem kleinen See entnommen und abgekocht.
12.06.Tana Bru
Hütte
4530013.5In TanaBru gibt es fast alles. Vom Friseur bis zum Supermarkt, Restaurants und Hotels. Ein Hotel bietet auch Hütten und Zeltplätze an. Der Platz ist aber ausgesprochen hässlich und die Hütten sehr teuer. 4km weiter gibt es noch einen Campingplatz, der schöner ist und nur die Hälfte kostet. Es gibt hier aber keine Lebensmittel zu kaufen.
13.06.Neiden
freies zelten
958928.1Nach 15km kommt ein COOP und eine Pizzeria. Den Supermarkt sollte man nutzen, denn bis Kirkenes gibt es nichts mehr. Die Straße verläuft hügelig, aber die Landschaft ist beeindruckend. Kurz vor Neiden gibt es einen Rastplatz mit dem Hinweis, dass man hier nicht Campen soll. Ich gehe 50m in ein kleines Wäldchen und stelle dort mein Zelt auf. Wasser gibt es hier nicht, aber eine schöne Aussicht ins Tal nach Neiden.
14.06.Kirkenes
Hütte
374279.0Bis Kirkenes ist es jetzt nicht mehr weit. Am Ortseingang von Neiden gibt es das vorerst letzte Cafè/Restaurant mit lecker Kuchen. Das Auf- und Ab der Straße bleibt wie am Vortag. Immer wieder hat man herrliche Ausblicke auf den Fjord. Kurz vor Kirkenes ist ein Campingplatz auf dem es auch Hütten gibt. Außerdem Waschmaschine, Trockner und eine große Küche. Der Platz liegt direkt an der vielbefahrenen Straße und ist unangenehm laut. Man sollte keine Hütte buchen, sie schützt nicht vor dem Lärm ist aber viel teurer als zelten.
15.06.Sevettijärvi
Camping
8170113.1Zwischen Neiden und Kirkenes gibt es nur eine Straße. Man muss also den gleichen Weg zurück, um in Neiden nach Süden Richtung Finnland abzubiegen. Eine gute Gelegenheit nochmal in das Cafè in Neiden zu gehen. Es geht dann nach Süden ein Stück bergauf bevor es dann flach wird und für die nächsten 1500km auch so bleibt. An der Grenze, dem Eingang in die EU, gibt es nicht einmal ein Gebäude, lediglich ein paar Kameras. Kurz darauf der Ort Näätämön An der Tankstelle gibt es einen Imbis und zwei Supermärkte. Die letzten bis Inari. Bei Sevettijärvi gibt es einen hübschen Campingplatz, auch mit Hütten. Die Sauna kostet hier nur 5€ für 1h.
DatumEtappekmhm
Ø °C
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FINNLAND




16.06.freies zelten80.539420.2Auch wenn es in Finnland keine Berge gibt, 500hm im Schnitt bekommt man doch pro Tag. Mit Wind hat man hier nicht so sehr zu kämpfen, da man immer von Wäldern rechts und links der Straße geschützt ist. Bis Inari ist es mir zu weit für einen Tag. Ich zelte im Wald in der Nähe eines Sees. Etwas nervig sind die vielen Mücken. Die hatte ich gestern auf dem Camping allerdings auch.
17.06.Inari
Hütte
3724211.9die Nacht war sehr ruhig. Ich habe gut geschlafen. Die Luftmatratze macht mir mal wieder Sorgen, sie verliert Luft. Heute ist es bewölkt und 12° warm. Später fängt es an zu regnen bis ich in Inari bin. Bei dem trüben Wetter ist die Landschaft etwas fad. Dann plötzlich bewegt sich etwas am Straßenrand vor mir. Dunkelbraun so groß wie Pferde. Meine ersten Elche. Sie sind noch ca. 100m entfernt. Ich bleibe stehen und mache Fotos. Die Tiere beobachten mich, laufen aber davon als ich näher komme. Nach einigen km erreiche ich die E75, auf der nun leider wieder mehr Verkehr herrscht. Es regnet zwar leicht, aber es geht kein Wind und so komme ich gut voran bis Inari. In Inari gibt es wieder alles zu kaufen was man braucht. Am Ortsausganggibt es einen Campingplatz. Der Platz ist sehr ruhig gelegen direkt am Inarisee. Ich nehme mal wieder eine Hütte. Habe jetzt genau 1200 km hinter mir.
18.06.Tankavaara
Camping
10481718.1Ich fahre auf der E75. Der Verkehr ist, im Vergleich zu den Nebenstraßen, ziemlich stark. Der nächste Ort ist Ivalo. Hier gibt es mehrere Hotels und einen großes Einkaufszentrum. Ivalo ist ein Wintersportort. Einige km weiter kommt Kakslautanen. Vor 10 Jahren habe ich hier mal in einem Iglus übernachtet. Die Hotelanlage gibt es noch, sieht aber aus wie eine große Baustelle. Ich fahre weiter bis Tankavaara, der Goldgräber City (siehe Link). Die Hütten sind sehr teuer. Mit dem Zelt bin ich mal wieder der einzige.

19.06.Sodankylä
Hütte
99.52848.3Als der Regen etwas nachlässt, so gegen 11 Uhr, packe ich das nasse Zelt ein und starte. Ich habe kräftigen Rückenwind und der Regen hört bald ganz auf. Durch den Rückenwind und die wenigen Steigungen kann ich einen neuen Rekord aufstellen: schnellste 40km in 2:08:16. Sodankylä ist der nächste größere Ort mit Campingplatz. Hier bin ich diesmal nicht allein. Der Platz ist relativ voll. Es gibt mind. 20 Hütten, die auf einer Wiese in Reih und Glied stehen. Ich nehme diesmal wieder eine Hütte. Es gibt eine Kochgelegenheit aber kein fließend Wasser in der Hütte.
20.06.Savukoski
Camping
9161915.7Heute geht es auf einer Nebenstraße Richtung süd-ost. Der nächste Campingplatz ist in Savukoski, das sind ca. 90km. Am Anfang nieselt es, hört aber bald auf und dann wird es recht warm. Die Straße verläuft oft schnurgerade aus, aber mit ständigem Wellenprofil. Häufig stehen Rentiere auf der Straße. Autoverkehr ist hier sehr wenig. Den Campingplatz in Savukoski finde ich, aber wie so oft ist hier niemand, sondern es ist eine Tel. Nr angegeben.
21.06.Sallatunturi
Appartment
9145618.5Ich habe wie befürchtet Gegenwind, dafür ist die Straße heute eben und nicht so wellig wie gestern. Die Landschaft ändert sich wenig. Immer wieder verschiedenen Waldarten. Die Temperatur steigt auf über 20°. Ich werde den ganzen Tag von großen Bremsen verfolgt. Stehen bleiben ist auch wegen der Moskitos kaum möglich. Leider gibt es unterwegs  keine Möglichkeit auf einen Kaffee. Auf den letzten 20km wird es dann auch noch hügelig bis ich Salla erreiche. Hier gibt es endlich einen Kaffee an einer Tankstelle. Im K-Markt kaufe ich noch ein paar Lebensmittel. Bis zum Ski-Zentrum sind es jetzt nochmal 10km anstatt 4 wie gedacht.
22.06.Ruka
Camping
7446818.0Ein kurzer Anstieg und dann verläuft die Straße weitgehend eben. Es geht kein Wind und die Fahrt bis Hautajärvi ist sehr entspannt. Am Polarkreis halte ich an und mache Fotos. An dieser Stelle gibt es keine Markierung und Hautajärvi ist noch 8 km entfernt. Hautajärvi besteht im Wesentlichen aus dem Visitorcenter zu dem Wanderweg: Bärenrunde. Hier hängt auch das Schild von Radko's Schilderung: Kahvi + Pulla 1,50€ Die Gelegenheit auf einen günstigen Kaffee mit Gebäck nutze ich natürlich. Einige km weiter erreiche ich Käylä. Hier gibt es einen Supermarkt. Der Campingplatz kurz vor Ruka ist ausgeschildert und liegt an zwei Seen unweit der Straße. Ich bin heute wohl der einzige Gast - macht nix. Camping kostet 7 € inkl. duschen. Das ist bisher der preiswerteste Platz. Dusche und WC sind in Ordnung und ich habe einen ruhigen Platz. Man hört allerdings die Straße sehr laut.
23.06.Hossa
Camping
11673821.4nach einer entspannten Nacht starte ich relativ früh schon gegen 8 Uhr. Bis nach Ruka ist es nicht weit und ich spekuliere dort zu frühstücken. An der Umgehungsstraße kommt bald eine Tankstelle mit Supermarkt und Café. Das Café macht erst um 10 Uhr auf und der Supermarkt wird gerade umgebaut und ist außerdem ziemlich voll. Ich ziehe weiter ohne Kaffee. 30km bis nach Kuusamo. Hier fahre ich in die Innenstadt und bekomme meinen Kaffee. Es geht weiter auf der viel befahrenen E63. Insgesamt 60km, dafür aber relativ flach und mit Rückenwind. Bis ich auf die 843 abbiege. Dann wird es wieder ruhig und leider auch wellig. 50km auf und ab, ich bin froh nach 114km endlich am Hossan Lumo Camping angekommen zu sein. Der Platz liegt im Wald an einem See.
24.06.Suomussalmi
freies zelten
7559622.6Ich stehe um 7 Uhr auf und um 8 bin ich startklar. Es ist jetzt schon ziemlich warm und die Sonne knallt. Die Straße ist wie erwartet wellig, ein ständiges auf und ab auf den kommenden 100km. Durch die Anstiege und die brennende Sonne bin ich schon bald erschöpft und mache öfters mal ne Pause, sofern die Mücken mich lassen. Unterwegs treffe ich ein finnisches Pärchen die mit Fahrrad und Jesus unterwegs sind. Sie haben kein Zelt, nur ein Tarp und Hängematten und sie fahren meist nachts. Da ist es nicht so warm und weniger Mücken sagen sie. Kurz nach dem Schild 14km bis Suomussalmi halte ich an einer Hütte. Hier steht auch ein Tisch mit Bank. Ich werde hier noch eine kurze Pause machen. Zeit für meinen 16 Uhr Cappo. Dabei kommt mir die Idee hier zu übernachten und ich kann morgen früh nach Suomussalmi zum Einkaufen. Die Hütte  ist offen es gibt eine Feuerstelle, viel Holz und hinter der Hütte ein Plumsklo. Autos fahren hier ganz selten vorbei. Es ist etwas schmuddelig in de Hütte und riecht stark geräuchert. Ich stelle mein Fahrrad in die Hütte und schlafe im Zelt.
25.06.Suomussalmi
Hütte
1816121.6
 Die Nacht verlief angenehm ruhig. Ich liege bis 8 Uhr im Zelt und beschließe heute in Suomussalmi einen Ruhetag zu machen. Es sind 18km bis dort. Auf dem Campingplatz gibt es kleine Hütten für 28€ ohne Wasser und Kochmöglichkeit. Es gibt eine überdachte Kochecke auf dem Platz. Ich lade ab und fahre in die Stadt zum Einkaufen. Die meisten Läden haben heute noch geschlossen wegen Mittsommer.
 Auf dem Camping treffe ich noch zwei andere deutsche Radler. Dennis, gerade pensioniert, ist auf dem Weg zum Nordkap.
26.06.Lentiira
Camping
116.596819.3Es geht jetzt Richtung Kuhmo, aber nur bis nach Lentiira. Nach 30km erreiche ich Rabatten Portti. Hier gibt es ein Besucherzentrum mit Kriegsmuseum und eine Gedenkstätte (viele Felsbrocken). Ich trinke einen Kaffee und überlege wie ich weiterfahre. Über die Museumsstraße bis nach Raate ist ein ziemlicher Umweg und außerdem 30km Schotterstraße. Es gäbe auch einen direkten Weg nach Lentiira. ich entscheide mich für den längeren weg, will ja schließlich dem ICT treu bleiben. Die 18km bis nach Raate gehen schneller als gedacht. Ein Foto am Schlagbaum und kurz ins Museum, dann geht gleich weiter. 3km zurück und dann auf einer groben Schotterstraße Richtung Süden. Hier begegnet mir auf den 12km gerade mal ein Auto. Ich bin tief im Bärenland und meine Blicke scannen unentwegt den Wald rechts und links der Straße. Außer zwei Rentieren, die mich überraschen, ist aber leider nichts zu entdecken. Der Campingplatz liegt sehr abgelegen nochmal 3km vom Ort entfernt. Ich bin mal wieder der einzige Gast auf dem Lentiira Holiday Park. Es ist alles sehr sauber und gepflegt hier. Ich mache es mir in der Küche gemütlich und gehe dann früh schlafen.
27.06.Tulijärven Tuvat
Appartment
6040721.6Der Supermarkt in Lentiira ist geschlossen, einen anderen gibt es nicht und auch keinen Kaffee, also ab nach Kuhmo. Ich habe leichten Gegenwind, aber die Straße hat keine größeren Steigungen. Nach 17 km kommt mir ein Engländer entgegen. Er ist in Frankreich gestartet und will ans Nordkap. Er erzählt mir, dass er gestern einen Deutschen getroffen hat, der auch zum schwarzen Meer will. Vermutlich auch auf den ICT unterwegs. In Kuhmo gibt es dann den ersehnten Kaffee und ein Eis. Ich gehe noch einkaufen, da es bis Lieksa (ca. 100km) keine Möglichkeit mehr geben wird. Dann steuere ich die Unterkunft Tulijärven Tuvat an und bin froh als ich endlich dort bin.
28.06.Lieska
Camping
10373517.6Noch ein Stück die E75 bis es dann auf die 524 nach Lieksa geht. Es gab wieder einige steile Rampen, aber insgesamt flacher als bisherige Abschnitte. Dafür hatte ich ständig Gegenwind, der mich viel Kraft gekostet hat. 30km vor Lieksa dann das rettende Kaffee. Es gab Marmorkuchen dazu, der frisch und lecker war. Der restliche Weg bis Lieksa war meist flach so dass ich gut durchkam. In Liesksa komme ich an einem Lidl vorbei Und kaufe ein paar Lebensmittel und 2 Dosen Bier. Der Camping liegt etwas außerhalb an einem großen See. Ich bin mal wieder der einzige mit Zelt. Neben dem Zeltplatz befinden sich 2 Saunas. Im Servicegebäude gibt es 6 Küchenzellen, so muss man nicht mit anderen teilen. ich mache es imir dort gemütlich, Internet ist nur schwach vorhanden.
29.06.
--Morgens von 8-10Uhr ist die Sauna kostenlos. Ein guter Grund für einen Ruhetag. Es gibt auch einen Wasch- und einen Trockenraum.

30.06.Huttavaara
Appartment
10082619.3Heute scheint es wieder warm zu werden. Es geht erst mal eine ganze Weile flach mit schwachem Wind. Genau mein Ding, morgens zunächst langsam einrollen. Ein paar Rampen kommen dann aber doch wieder. Die Landschaft wird sogar etwas bergig. Heute verfolgt mich wieder ein Schwarm Bremsen, die sind ganz schön nervig. Nach 30km kommt ein Hostel. Ich trinke einen Kaffee und fahre weiter. Die nächsten 70km kommt jetzt kein Service mehr, ich setze auf den Laden in Huttavaara. Die Straße wird später zur Schotterpiste, ich muss jetzt auf Schlaglöcher und losen Schotter achten. In Huttavaara erreiche ich wie erwartet, den Laden. Er ist leider dauerhaft geschlossen. Etwas außerhalb des Ortes gibt es Ferienwohnungen.
01.07.Loma-Kirka
Camping
8555723.5Bin froh diesen seltsamen Ort zu verlassen. Ein Foto noch an dem Wegweiser zum östlichsten Punkt der EU und ab geht's. Da ich in Hattuvaara nicht einkaufen konnte, kürze ich den Weg ab und fahre direkt nach Ilomantsi. Loma-Kirka liegt ca. 3km von der Straße in den Wald rein. Ist aber die einzige Adresse mit Zeltplatz. Außerdem gibt es deutsches Essen. Als ich dort erschöpft ankomme nach 83km, stehe ich vor dem Schild: Gaststätte geschlossen. Das ärgert mich jetzt natürlich. Entschädigt werde ich mit einer Sauna. Wenn ich selbst anfeuere kostet es 15€. Zelt aufbauen, Kaffee trinken und dann mache ich die Sauna an.
02.07.
Kesälahti
freies zelten
12375224.3
Die  ersten km waren angenehm flach. Als ich die E9 erreiche gehe ich in die Tanke und kaufe ein Wasser, eine Cola und ein Magnum für  8,40€. Das hätte ich mir verkneifen sollen. Bis Kitee gibt es jetzt keinen Service mehr. Dann geht es auf der stark befahrenen E6 bis nach Kesälahti. Kurz vor Kesälahti weist ein Schild zu einem 4km entfernten Camping. An diesem Wochenende ist ein Angelwettbewerb und auf dem  Platz sind 500 Camper statt wie sonst nur 50 – ich flüchte und fahre noch  einige km weiter. An dem See Taipaleenselkä befindet sich ein priv. Grundstück  am anderen, die den Zugang zum See verhindern. Einige Häuser sehen bewohnt  aus, andere mehr oder weniger verlassen. Ich fahre auf ein nicht abgesperrtes  Grundstück bei dem das Unkraut auf dem Zufahrtsweg besonders hoch ist in der Hoffnung, dass dort niemand ist und auch heute keiner mehr kommt – ich hatte Glück und blieb ungestört.
03.07.
Parikkala
Zimmer
6871026.5Für ca. 30km hab ich heute Schotterpiste. Der Weg führt direkt an der Grenzzone entlang. Die Bäume sind mit gelben Band markiert. Unterwegs halte ich bei einem Flohmarkt. Es gibt Kaffee und Waffeln. ansonsten gibt es auf 40km keinerlei Einkehrmöglichkeit. In Parikkala hat ein Supermarkt auf, ich hole mir noch Wasser, Cola und ein Eis. Ich frage nach einem Campingplatz, aber wie schon vermutet gibt es hier keinen - wozu auch. Man schickt mich zum nächsten Hotel ca. 7km weiter südlich an der Hauptstraße. Das Hotel ist einfach, mein Zimmer kostet 45€. Ich bekomme von der deutschsprachigen Köchin noch ein Abendessen gemacht.
04.07.
Imatra
Hütte
6749712.2Bei noch trockenem Wetter starte ich dann Richtung Imatra. Erst ein Stück auf der E6 und dann wieder auf einer 4-stelligen. Welche Wohltat nach dem Lärm auf der E6. Dafür gibt es hier keine Tankstellen und immer wieder steile Rampen. Wegen des starken Regens bin ich froh auf dem Campingplatz eine Hütte zu bekommen. 55€ ohne Kochgelegenheit ist verdammt teuer. Es gießt noch eine ganze Weile und ich bereue die Hütte nicht. Es gibt, 7km von Imatra, einen Grenzübergang nach Russland. Die Entfernung bis Vyborg ist dann nur 64km. Das schaffe ich auch bei Regen und entschließe mich für diesen Weg.
DatumEtappekmhm
Ø °C
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RUSSLAND




05.07.
Vyborg
Zimmer
6749510.2Die finnische Grenze war schnell passiert. Vor der russischen befindet sich eine lange Autoschlange. Es regnet und ich fahre an allen vorbei. Am Schalter bekomme ich erst mal das Imigrationformular. Ich muss es draußen im Regen ausfüllen, einen trockenen Raum gibt es nicht. Der Beamte fragt wohin ich will und wo ich wohne. St. Petersburg, aber eine Unterkunft hatte ich ja noch nicht. Er lässt mich trotzdem durch. Dann der Zoll, hier kann ich ohne Kontrolle durch. Nach 100m nochmal eine Schranke und Passkontrolle und dann bin ich in Russland. Es regnet jetzt stärker, der Garmin zeigt nun keine Straßen mehr an und Beschilderung gibt es hier auch nicht. Ich muss auf der Hauptstraße bleiben bis Vyborg und ich hoffe, dass dies die Hauptstraße ist auf der ich gerade fahre. An einer Bushaltestelle mit Wartehäuschen halte ich an und schaue auf dem Handy nach meiner Position. Zum Glück funktioniert Google Maps und zeigt mir an, dass ich auf der richtigen Straße bin. In Vyborg hatte ich vorab ein Zimmer gebucht.
06.07.
Luzhki
immer
733209.9An einer Bank gehe ich an den Geldautomat und hole mir Bargeld in Rubel. Das klappt erstaunlich einfach. Gleiches Spiel wie gestern, es regnet heftig, die Straße ist in schlechtem Zustand und es ist viel Verkehr. Die Strecke ist, trotz Verkehr und regen,  angenehm zu fahren da es keine nennenswerte Steigungen gibt und ich Rückenwind habe. Ich erreiche bald die Ostsee und fahre durch Wald an der Küste entlang. Ich übernachte in einem Gasthaus in Luzhki.
07.07.
St. Petersburg
Zimmer
11134411.7Die Straße ist gut fahrbar, wenig Verkehr und kaum Steigungen. Ich habe Rückenwind und komme ganz gut voran. Nach 27km kommt ein "Magazin" Lebensmittelladen. Ich kaufe etwas Proviant und mache kurz Frühstückspause. Nach 35km, etwa überraschend, das das Ortsschild "Sankt Petersburg". Kurz darauf beginnt ein Radweg parallel zur Straße, den ich gern benutze. Auf dem Radweg kann ich nun 30km Richtung St. Petersburg fahren. Der Weg in die Stadt scheint endlos. An einer Tankstelle mache ich Pause und schaue auf den iPad wo ich bin und wie weit es noch ist. In St. Petersburg habe ich ein Zimmer in einem Hostel gebucht. Ich bleibe 4 Tage und erkunde die interessante Stadt.
11.07.
freies zelten11546320.3Ab morgen ist wieder Regen angesagt. Da ich zwischen SPb und Narva weder Campingplatz noch Hotel gefunden habe, fahre ich bereits am Montag bei noch schönem Wetter los Richtung Narva. Ich hatte noch gehofft vielleicht doch irgendwo ein Zimmer zu finden, aber da war nichts - also wild zelten. Nicht so einfach einen Platz zu finden. Nach 115km nehme ich eine Ackerwiese hinter Büschen 20m neben der Straße

ESTLAND




12.07.
Narva
Zimmer
6512921.8Vor 8 Uhr bin ich schon on the Road. Es ist ruhig, kein Mensch auf der Straße. Ich fahre durch einige verschlafene Dörfer. Hunde bellen, kaum Autos auf der Straße. Die Straße ist eben, aber der Gegenwind sehr stark. Als ich die E20 erreiche, gehe ich in einer Tankstelle eine Hühnersuppe essen. An einer Polizeikontrolle muss ich den Pass zeige, einer der Polizisten sagt dann "auf Wiedersehen" auf deutsch. Die Ausreise geht schnell, das Fahrrad paßt gerade so durch den Durchgang. Jetzt 200m zu Fuß über die Narva zur Estland Kontrolle. Auch hier keine Probleme und schon bin ich wieder in der EU. Ich übernachte in einem Hotel.
13.07.
Vasavere
Camping
7525421.6Wegen des unangenehm vielen Verkehrs mache ich später dann doch die Schleife zur Küste, entlang des offiziellen Radwegs R1. Wieder auf der E20 mache ich Pause in einer Tankstelle und suche nach einem Campingplatz. Die Frau an der Kasse empfiehlt mir ein Sporthotel. Es liegt auf meinem Weg und ich schau vorbei. Meine Frage ob man auch Zelten kann wird mit ja beantwortet, kostet 10€ - ich bleibe.
14.07.
Pusi
Camping
10316822.0Um 8:30 starte ich auf dem durch die R1 vorgegebenen Weg. Die Straße wird zur Schlagloch-Schotterpiste. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich vielleicht den anderen Weg genommen. Später wird der Weg zu einem Waldweg und führt einige km tief durch den Wald. Noch ein paar km und ich bin wieder auf Asphalt. Die Landschaft ist absolut flach und oft landwirtschaftlich genutzt. Entlang des Peipus Sees steht oft ein privat Grundstück neben dem anderen, so dass gar kein Zugang zum See möglich ist. Es gibt immer wieder Campingplätze. Ich fahre bis zum Camping in Pusi. Am Abend ist es windstill und der See ist völlig glatt. Ab 23 Uhr ist es still auf dem Platz - wie angenehm.
15.07.
Tartu
Zimmer
6522618.2Nachdem ich eine Weile wach liege stehe ich doch kurz nach 7 auf. Es weht ein starker Ostwind. Bevor es wieder anfängt zu regnen, möchte ich den Rückenwind nutzen und mache mich startklar. 8:30 Uhr geht's los. Nach wenigen km in Alatskivi habe ich die Möglichkeit dem Radweg zu folgen oder auf der Hauptstraße zu bleiben was kürzer wäre. Es geht gerade ein kräftiger Schauer runter während dem ich mich aber in einem Café unterstellen kann. Die Weiterfahrt auf der Hauptstraße ist wegen einer Baustelle gesperrt und so lande ich doch auf dem Radweg R1. Bin dann aber doch ganz froh, da ich hier entlang des Peipus Sees durch interessante kleine Dörfer fahre, die noch sehr ursprünglich aussehen. In Tartu übernachte ich im Design Hostel, bleibe über das Wochenende und mache einen Ausflug nach Tallinn.
19.07.
Orava
Hütte
10531420.9Ein guter Radweg führt raus aus der Stadt. Am Stadtrand hört der Radweg dann auf und es geht auf sehr ruhigen Straßen weiter. Die Straße verläuft fast ohne Höhenmeter und ich habe leichten Rückenwind. Ich komme gut voran, es gibt immer wieder mal einen Lebensmittelladen und in einer Gaststätte in Räpina bekomme ich einen Kaffee. Ich bleibe dem Verlauf des Radwegs R1 und meiner GPS Route treu und lasse es drauf ankommen einen Zeltplatz zu finden. Nach 105 km dann ein Schild "Zelt und Hütten".

LETTLAND





20.07.
Alûksne
Camping
8164519.5Nach dem Austausch der Ausrüstung in Tartu habe ich jetzt unendlich viel Platz in den Taschen. 6kg weniger merkt man ganz deutlich besonders beim bergauf fahren. Heute sind einige Hügel zu bewältigen, bis zum Abend komme ich auf 650hm das ist Rekord seit Finnland. Der nächste Stopp ist bei der Burgruine von Vastseliina. Von hier ist es nicht mehr weit bis ich auf die E263 stoße. Hier trenne ich mich von dem Radweg R1 und fahre weiter nach Süden. Der R1 geht von hier nach Westen Richtung Riga. In Misso zweigt meine Route wieder von der Hauptstraße ab. Nach Süden zum Grenzübergang nach Lettland. Die Straße ist bis kurz vor Marienburg eine Sand-Schotterpiste übelster Art. Teilweise muss ich schieben, weil der Sand so locker ist. Fahrend kommt man auch nur im Schritttempo voran. Per Zufall finde ich einen Camping in Alûksne (Marienburg) und übernachte dort.
21.07.
Balvi
Zimmer
4815818.3Ich beschließe nur bis Balvi zu fahren(ca. 50km) und buche noch am Morgen ein Zimmer im Balvi Hotel. Es herrscht noch immer starker Wind, der mich von hinten über die Landstraße fegt. Es macht mal wieder viel Spaß so unterwegs zu sein. Bald kommt eine Abkürzung und wie ich vermutete ist es eine Schotterstraße diesmal für ca. 20km. Der Weg fährt sich besser als gestern, es geht ewig durch dichten Wald und an Höfen vorbei.
22.07.
Kaunata
Camping
11851323.9Es geht heute viel durch Waldgebiete und hier einige km auf Waldwegen. Es gibt sehr viele Pilze und die Blaubeersträuche hängen voller Beeren. Ich fahre gleich auf den ersten Campingplatz werde aber weitergeschickt weil dort wohl, es ist Wochenende, eine Veranstaltung stattfindet. Ich finde Platz dem Camping Selena2003, der eine übergroße Werbetafel an der Straße hat. Hinter der Werbung verbirgt sich allerdings ein sehr einfacher Platz.
23.07.
Kaplava
Camping
8347919.5Heute ist es ähnlich hügelig wie gestern, aber es geht durchgehend auf Asphaltstraße. Ich fahre durch Kraslava, die größte Stadt auf meiner Strecke. Hier gibt es eine große Kirche, die ausnahmsweise zur Besichtigung geöffnet ist. Von hier ist es dann nicht mehr weit bis Kaplava, wo schon ein Schild Richtung Klajumi weist. Klajumi ist eigentlich ein Reiterhof der u.a. Reiterferien anbietet. Auf ihrer Webseite steht aber, dass man dort auch Zelten kann, also bin ich dort hin weil es auch von der Entfernung gepasst hat. Viktor der Besitzer antwortet auf meine Frage ob ich hier Zelten kann mit: kein Problem.

LITAUEN




24.07.
Visaginas
Zimmer
7244021.3Sonntag morgen, es war absolut still, kaum Autos auf der Straße. Die Landschaft liegt in leichtem Dunst. Es ist etwas hügelig, aber gut zu fahren. Nach einiger Zeit treffe ich sogar auf einen kleinen Supermarkt der offen hat, Kaffee gibt's allerdings nicht. Bei Saliena verlasse ich die Hauptstraße P69 und es geht auf einer Schotterstraße weiter. Nach 10km wieder eine Teerstraße. Links geht es nach Weißrussland und rechts nach Daugavpils. Beides nicht meine Richtung. Also gerade aus durch den Ort Silene wobei am Ortsende wieder Schotterpiste angesagt ist. Die Straße ist schwer zu fahren, da mich immer wieder das Wellblechprofil ausbremst. Den eingezeichneten Weg, den Garmin und auch Google anzeigen, den gibt es nicht. Ich bin jetzt etwas verunsichert, da ich noch ungefähr 20km bis zur Grenze vor mir habe. Vielleicht gibt es da noch mehr Wege, die es nicht gibt. Vielleicht komme ich hier gar nicht nach Litauen. Ich fahre auf Risiko. Der Grenze zu Weißrussland komme ich jetzt sehr nahe. Ein hoher Zaun führt eine Weile entlang des Wegs. Dann biegt der Weg ab und ich komme, zum Glück wieder auf meine vorgegebene Route. Noch einige km fahre ich über Feld und Flur. Auf dem Navi-Display kann ich bald die Grenze sehen und dass ich mich darauf zu bewege. In Visaginas hatte ich ein Hotel gebucht. Es gibt dort keinen Campingplatz auch nicht in der Nähe. Das Hotel Idle ist, mit 40€ leider relativ teuer, aber es gibt hier keine Alternative.
25.07.
Mindunai
Camping
10668626.6Ich hatte abgespeichert, dass es heute nur 70km sind. Tatsächlich waren es dann aber 105km und 680hm. Unterwegs verpasse ich einen Abzweig und fahre eine ganze Weile in die falsche Richtung. Über eine Querverbindung komme ich dann aber doch wieder ohne großen Umweg auf meine Route. 10km vor dem Campingplatz erwischt mich ein Gewitterregen ich kann mich aber im Wald unterstellen. Zum Campingplatz geht es später von der Hauptstraße 2km auf sandigem Weg in den Wald bis zu einem See. Es ist ziemlich viel Betrieb auf dem Platz.
26.07.
Vilnius
Camping
10069726.4es geht heute wieder nur auf geteerten Straßen. Es ist sehr warm und ich brauche viel zu trinken und hin und wieder ein Eis. Die Etappe ist hat mit 700hm nochmal mehr als die Vortage. Besonders kurz vor Vilnius geht es ständig auf und ab. Das Ortsschild steht schon 20km vor der eigentlichen Stadt. Die letzten km bis ins Zentrum gibt es einen guten Radweg. In Vilnius selbst sind die Radwege sehr gut ausgebaut. Das Hostel mit Campinggarten liegt nicht gerade im besten Wohnviertel, dafür aber zentrumsnah. Alles hier ist etwas russisch, ungepflegt und renovierungsbedürftig, zumindest für meine westliche Sichtweise. Der Platz kostet 7,50€, morgens gibt es kostenlos Kaffee.
27.07.
Alytus
Zimmer
12785327.0
Die nächste Unterkunft, die ich gefunden hatte ist in Alytus. Ein Guesthouse für 25€ per booking.com es ist heute fast unerträglich heiß. Meist geht die Straße durch freies Gelände, d.h. kein Schatten für lange Etappen. In der Sonne ist es über 34°C. Ich muss oft Pause machen und trinke in einer Tour. Die 127km bis nach Alytus kommen mir ewig vor. Ich überlege eine Abkürzung zu nehmen, sehe aber, dass das eine Schotterstraße ist und fahre lieber den längeren Weg auf Asphalt. Heute bleibt keine Zeit um etwas anzusehen oder die Landschaft zu genießen. Ich will nur noch ankommen und nie kaltes Bier trinken. Aufgrund der Anstrengung heute 127km/850hm bei 35°C überlege ich morgen einen Ruhetag hier in diesem Apartment einzulegen.
28.07.Alytus
Zimmer



am Morgen tobt ein heftiges Gewitter mit starkem Regen. Mein Entschluss steht fest - ich mache einen Ruhetag. Der Regen hat die Temperatur nicht merklich gesenkt. Es ist total schwül draußen. Als ich zum Einkaufen vor die Tür trete, haut es mich fast um. Ich bin froh, dass ich heute nicht fahren muss und kaufe für ein leckeres Abendessen ein. Es gibt Kartoffel, Putenfilet, Paprika, Pudding und Rotwein.

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