Reisebericht - Klaus-Hausmann

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Auszeit Jan. 2011   

800km mit dem Fahrrad durch die Anden 
auf der Suche nach Ruhe und Einsamkeit. Dies zu finden war nicht schwer. 
Die Bevölkerungsdichte in Chile und Argentinien ist ca. 1/10 dessen wie wir sie in Deutschland haben.




einer der 5 kleinen Stadtparks im Zentum von Mendoza/Argentinien
von Mendoza aus starte ich nach Nord-Westen
der Pass über die erste Cordillera vorbei an der Oase Villavicencio liegt auf ca. 3000m
über unzählige Serpentinen geht es auf einer Schotterpiste moderat bergauf. Schlimmer als das stetige bergauf ist die gleisende Sonne. Am Nachmittag erreiche ich in einer Serpentine ein kleines Wäldchen. Die einzige schattige Rast für heute.
ich übernachte kurz vor dem Pass und habe am Morgen Besuch von einer Herde Guanacos.
die Abfahrt in  das 1000m tiefer liegende Tal ist entspannt und bietet eine grandiose Landschaft mit Bergen, die im Abendlicht in den verschiedensten Farben leuchten
auf der anderen Seite des Tals liegt der Andenhauptkamm mit vielen 5000der Gipfeln bis hin zum Aconcagua
mientras que en bicicleta? no hay problema !
Chilenische Taxifahrer haben keine Angst vor Kratzern und Beulen.
20km Sandstrand vor La Serena am Pazifik
von La Serena aus starte ich meine Königsetappe hoch zum höchsten chilenischen Andenpass dem Passo aqua negra auf ca. 4800m ü.N.
Lange Zeit geht es entlang des Rio Elqui durch das Valle Elqui. 
nach dem chilenischen Grenzposten fährt man 180km durch ein Niemandsland. Hier trifft man ab und zu auf Ziegenhirten aber Schatten sucht man vergebens.
Auf über 2600m nochimmer fast 40°C in der Sonne.
Stausee auf 3000m. Ein Steilufer trennt ihn von der Strasse. 
Einen romantischen Zeltplatz sucht man hier vergebens.
abhängig von Sonne und Wolken ändern sich die Farben der Berge. 

Es ist grandios anzusehen, es ist still und einsam hier. Wenn die Grenze nachts geschlossen wird bin ich hier oben auf über 4000m allein - ganz allein.

Ich habe mein Ziel erreicht.
ein plötzlicher Wetterumschwung mit Schneefall verhindert die Weiterfaht zum Pass. Ich kehre um und fahre durch 
das Andenvorland Richtung Süden
Bis in eine Höhe von ca. 2000m wachsen die Kakteen. Tausende von Kakteen wuchern an den Berghängen. Einer schöner als der Andere und keiner gleicht dem Anderen
kleine und große Opferstellen für Difunta Correa der Schutzheiligen der Reisenden nicht nur in Chile und Argentinien findet man entlang des Weges..
ich ziehe wenig befahrene Schotterpisten der Hauptstrasse vor. So komme ich in abgelegene Gebiete, muss allerdings ein paar Pässe bewältigen. An machen Tagen  begegnen mir nur 1-2 Autos
in der Nähe von größeren Ortschaft nimmt der Verkehr zu. Es gibt nur wenig geteerte Überlandstrassen und die wenigen sind entsprechend frequentiert. Neben vielen kleinen Dörfern komme ich durch Ovalle, Combarbala und Illapel
weit weg der Zivilisation, allein in den Bergen auf einem Pass mit weitem Blick über die Berglandschaft. 
Wenn die Sonne im Abendrot versinkt, ist das Glück unendlich.
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